Druck- und
Bindepreisvergleich

Papier

Papier gibt es in verschiedenen Varianten mit unterschiedlichen Oberflächenhaptiken und in unterschiedlichsten Farben. Jedes Papier verfügt über spezielle Eigenschaften. Wie ein Papier auf Optik und Haptik wirkt, hängt von Eigenschaften wie z.B. der Grammatur, Oberflächenstruktur, Opazität und dem Weißgrad ab. Darüber hinaus sind diese Eigenschaften entscheidend für das Druckergebnis und somit für die Wirkung eines Druckerzeugnisses. Daher kommt der richtigen Papierwahl eine große Bedeutung zu.

Papiergewicht

Beim Papiergewicht unterscheidet man das Flächengewicht, die sogenannte Grammatur, gemessen in Gramm pro Quadratmeter (g/m2), vom Bogengewicht in Gramm pro Bogen (g/Bogen) und dem Rollengewicht in Kilogramm pro Rolle (kg/Rolle). Das Flächengewicht ist das wichtigste Unterscheidungsmerkmal für die “Papierstärke”. Je höher die Grammatur des Papiers ist, desto fester und dicker fühlt es sich an. Bei einem Gewicht von 50 bis 150 g/m2 spricht man von Papier, von 150 bis 600 g/m2 von Karton und ab einem Gewicht von mehr als 600 g/m2 von Pappe.

Das gewöhnliche Papier, welches meistens im normalen Drucker Verwendung findet, hat ein Flächengewicht von 80 g/m2 und wird häufig als Kopier- oder Copy-Papier bezeichnet. In dieser Grammatur findet man unter dem Begriff Ökopapier meist ein zu 100% aus Altpapier recyceltes Naturpapier, was daher auch als Recycling-Papier bezeichnet wird. Im Zusammenhang mit der Fertigung von wissenschaftlichen Abschlussarbeiten spricht man häufig bei 90 g/m2-Papier von Standard Premium-Papier und von 100 bis 120 g/m2-Papier von Premium-Papier. Zu beachten ist aber, dass der Begriff “Premium-Papier” keiner Norm entspricht und daher verschiedene Anbieter darunter verschiedene Papierqualitäten verstehen können. Meistens handelt es sich dabei um ein holzfreies, weißes Papier mit höherer Opazität. Wer genau wissen will, was für Papier für den Ausdruck verwendet wird, sollte daher unbedingt Rücksprache mit dem Druckanbieter nehmen.

Opazität

Opazität bezeichnet die Undurchsichtigkeit des Papiers. Wenn beide Seiten eines Papiers bedruckt werden sollen, ist diese Eigenschaft besonders wichtig.

Papiersorten

Druckpapier

In der Druckindustrie werden verschieden Papiersorten und Papierklassen in ungestrichen und gestrichen, holzhaltig und holzfrei, matt und glänzend, maschinenglatt, satiniert und geprägt etc. unterschieden. Druckpapier ist der Oberbegriff für alle ungestrichenen oder gestrichenen Papiere, die bereits bei der Herstellung auf die verschiedenen Druckverfahren optimiert werden. Die Oberfläche von Papier ist dabei von großer Bedeutung.

Naturpapier/Ungestrichenes Papier

Als Naturpapier oder ungestrichenes Papier bezeichnet man alle ohne synthetische Inhaltsstoffe gefertigten holzfreien oder holzhaltigen Papiere. Diese sind weder durch Strich, noch durch Beschichtung (z.B. Satinage) veredelt. Die Oberfläche ist (meistens) matt und oftmals kann man die feinen Papierfasern erkennen. Viele dieser Papiere haben die Eigenschaft, optimal beschrieben oder bestempelt werden zu können und sind für den Einsatz als Geschäftspapier (Briefbogen, Formulare, Rechnungspapiere etc.) hervorragend geeignet. Aufgrund der gröberen Oberfläche kommen kleinste Details im Druck nicht so gut zur Geltung wie bei dem matt oder glänzend gestrichenen Papier. Durch Satinierung kann man die Bedruckbarkeit von ungestrichenem Papier erheblich verbessern. Wichtigste Anwendung findet ungestrichenes Papier als Offsetdruckpapier. Dabei handelt es sich um ein geleimtes, festes Papier mit guter Dimensionsstabilität und Rupffestigkeit, was maschinenglatt oder leicht satiniert ist.

Gestrichenes Papier

Unter gestrichenem Papier versteht man Papiersorten, die mit einer Streichmasse (“Strich”) ein- oder beidseitig behandelt sind, damit eine bessere Druckqualität gewährleistet wird. Bei einseitiger Behandlung spricht man von Chrompapier. Die Streichmasse kann pigmenthaltig sein, aus Kreide, Kaolin, Kasein oder Kunststoffdispersion bestehen. Das Papier bekommt dadurch eine geschlossene, glattere und stabilere Oberfläche, wodurch eine hohe Detailwiedergabe und bessere Qualität beim Druck erreicht wird. Beim glänzend gestrichenen Papier ist die Oberfläche durch eine zusätzliche sogenannte “Satinage” sehr glatt und gut verschlossen, so dass eine sehr gute Detailwiedergabe erreicht wird. Das matt gestrichene Papier ist ein, durch einen matten Strichauftrag (ohne anschließende Satinage) oberflächenveredeltes Papier, das einfallendes Licht bricht und daher matt wirkt. Auch bei diesem Papier wird durch die sehr glatte Oberfläche eine gute Detailwiedergabe erreicht.

Kunstdruckpapier

Kunstdruckpapier ist ein hochwertiges, beidseitig aufwendig gestrichenes Papier, das für die originaltreue Bildwiedergabe konzipiert ist. Es besitzt eine gleichmäßige und glatte Oberfläche, die es in matter, halbmatter und glänzender Qualität gibt. Auf Kunstdruckpapier lassen sich sehr gut Bilder mit hoher Auflösung oder mit feinstem Raster in Hoch- oder Offsetdruck wiedergeben.

Feinpapier

Feinpapier wird aus besonders hochwertigen Rohstoffen hergestellt. Es findet dann Verwendung, wenn ein Druckprodukt besonders individuell erscheinen soll. An ein Feinpapier werden höchste Ansprüche in Bezug auf gleichmäßige Durchsicht, Oberflächenbeschaffenheit und ein hochwertiges Erscheinungsbild gestellt. Es gibt eine große Anzahl verschiedenster Feinpapiersorten für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche.

Büttenpapier

Büttenpapier ist ein aus der Bütte von Hand geschöpftes oder auf der Rundsiebmaschine hergestelltes Papier. Wasserzeichen sind als Anlagerungswasserzeichen oder unechte Wasserzeichen möglich.

Pergamentpapier

Pergamentpapier ist ein weitgehend fettdicht und nassfest gemachtes Zellstoffpapier.

Im Unterschied dazu ist Pergament eine leicht bearbeitete Tierhaut, die seit dem Altertum als Beschreibstoff verwendet wird. Das heutige Transparentpapier, was z.B. für von Hand angefertigte technische Zeichnungen verwendet wird, wird häufig ebenfalls als Pergament bezeichnet. Solche Transparentpapiere werden für die verschiedensten Verwendungszwecke durch unterschiedliche Herstellungsverfahren durchscheinend (transparent) hergestellt.

Karton

Karton ist der Oberbegriff für eine Vielzahl verschiedener Sorten und Qualitäten, die gewichtsmäßig zwischen Papier und Pappe liegen, d.h. zwischen ca. von ca.150 g/m2 und 600 g/m2.

Kaschierter Karton

Um Karton optisch oder qualitativ zu verbessern, kann er mit einem andersartigen Material beklebt, d.h. kaschiert werden.

Autor: Lutz Wendler

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